Neulich passiert: Da stehe ich am Sonnabend auf, hopple rüber zu Insta, lade ich meinen Beitrag zum #Caturday hoch und bekomme die Meldung: „Die Bilder in Deinem Profil werden jetzt größer angezeigt.“ Sofort Schnappatmung! Und ich bin sofort Pragmat und reguliere mich alsgleich auf der heimatlichen Couch selbst: Was ändert sich? Was macht das mit mir? Wo spüre ich das? Was bedeutet das für die Zukunft? Selbstwirksamkeit in Social Media ist angesagt! Und eine Buchempfehlung für Dich!

Nochmal kurz zum Beispiel zurück. Mein ästhetisches Empfinden war empfindlich gestört. Mein geliebtes Quadrat wurde mir genommen. Mein Credo „Dann ist das so.“ vom Jakobsweg jedoch, das wirkte jedoch sofort. Als Sportler bin ich Hochpulser und innerhalb von Augenblicken war ich wieder runter bei 100. Denn nicht umsonst schickte ich seinerzeit meinen Perfektionismus in den Urlaub geschickt.

Heute bin ich sehr selbstwirksam. Auch wenn ich weiß, dass der Halo-Effekt ein tückisches Ding ist. Er überstrahlt einfach alles. Positiv wie negativ. Negativ lasse ich nicht zu, denn dat hilft nüscht. Niemandem. Ich lasse mich weder aus der Ruhe bringen, noch aus der Geduld, noch aus meinem unbeugsamen Streben nach Autarkie und Freiheit. Und Du solltest das auch nicht tun.

Führung, Selbstführung, Selbstwirksamkeit.

Ich vertiefe die Reise in mein Jahresthema Führung in Social Media. Vielleicht ist der Artikel zu lang für Dich und TLDR gilt, dann nimm das ⤵️

Führung in Social Media beginnt bei Dir selbst – mit dem Mut und der Tatkraft, Deine Werte und Ziele klar zu erkennen, zu benennen und authentisch zu leben. Denn nur wenn Du Dich selbst verstehst, kannst Du Deine Botschaft mit Herz und Klarheit für Dein Publikum in die Welt tragen.

Mir geht es bei der Führung darum, dass Du Deine Community nicht nur erreichst, sondern sie mit echten Geschichten berührst. Aus meiner Warte: So baust Du Vertrauen auf und übernimmst die Themenhoheit in Deiner Bubble. Themenführerschaft bedeutet, Dich auf das zu konzentrieren, was Dich wirklich ausmacht, und damit sichtbar zu sein. Am Ende ist Führung ein lebendiger Dialog – mit Dir selbst und den Menschen, die Du inspirierst.

Transformation ist immer, denn nichts ist beständig wie der Wandel selbst.

Seit Ewigkeiten beschäftige ich mich mit mir selbst, mit meiner beruflichen und persönlichen Entwicklung. Als (mittlerweile) Systemischer Coach ließ ich mir diese Kompetenz zertifizieren. In coachender und beratender Funktion übernehme ich sowohl Verantwortung für den Prozess als auch für Ergebnisse. Den Raum für Emotionen (und Bedürfnisse) zu halten, das gelingt mir intuitiv und empathisch. Oft genug geht es in meinen Coachings und Beratungen um eben genau dies:

Selbstwirksamkeit.

Das ist sowohl für Abläufe, Projekte, Vorhaben, Ziele wichtig als auch für das nackte Überleben im Alltag. Sei es privat oder beruflich. Selbstwirksamkeit beschreibt das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Herausforderungen zu meistern und Ziele autark zu erreichen. Sie entsteht aus der Erfahrung, durch eigenes Handeln Veränderungen bewirken zu können. Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit glauben daran, auch schwierige Situationen aktiv zu beeinflussen. Dieses Gefühl stärkt Motivation, Ausdauer und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Selbstwirksamkeit ist ein wichtiger Schlüssel für persönliches Wachstum und Erfolg.

Soweit eine kleine Definition. Ich übertrage das auf das digitale Leben, auf Deine Online-Sichtbarkeit.

Autarkie und Freiheit sind für uns Selbstständige ein hohes Gut, wenn nicht gar Auslöser und Motivation für das Dasein. Nun ist es ein Mythos, dass wir alles auch ganz alleine entscheiden und im Griff haben können. Gilt für ziemlich viele Menschen. Ganz gleich, ob als Angestellte:r, Solopreneur:in oder in welchem Kontext wir uns bewegen. Der Schlüssel zum Glück liegt darin:

Wie Du Deine Selbstwirksamkeit erreichst.

Auf dem Bild ist ein Kind mit entsetztem Gesichtsausdruck, nach oben schielendem Blick und einer wilden Frisur – Selbstwirksamkeit erhalten (Photocredit: sjhuls via depositphotos)Nach dem großen Aufschrei, dass sich soziale Netzwerke in den Händen autokratischer Menschen plötzlich anders entwickeln, Meinungsfreiheit auf die Spitze getrieben und durch Algorithmen befeuert wird – da bin ich weit pragmatischer und resilienter als noch vor Jahren.

Für mich ist es der Blick auf meine Hubs (Verteiler), der mich noch kritischer hinschauen lässt:

  • Was mache ich?
  • Was lasse ich mit mir machen?

Die Antwort liegt darin: Was habe ich im Griff?

Ich also Du 😉 solltest Du um Deine Webseite kümmern. Nicht umsonst heißt sowas „Homepage“ – es ist Dein Zuhause. Du bestimmst das Interieur, die Möbel, die Beleuchtung, die Musik, kulinarische Leckerli auf dem Esstisch und welche Farbe die Tapeten haben.

Die Hinweisschilder stellst Du wie gewohnt im sozialen Netzwerk Deiner Wahl auf. Ganz gleich, ob es LinkedIn, Instagram, Facebook, YouTube, BlueSky, Mastodon oder sonstwas ist. Du siehst, breit aufgestellt solltest Du sein.

Zuhause zuerst!

Ich kann das gar nicht oft genug sagen. Deinen Briefkasten hast Du natürlich auch im Blick. Gut, dass es Newsletter gibt. Du wirst sehen, der Postbote klingelt an Deiner Tür öfter als Du Dir vielleicht in Deinen kühnsten Träumen ausmalst.

Jau, ich plädiere bei allem Trubel und Trouble für eine digitale Präsenz, die sich an Deinen Bedürfnissen und Gegebenheiten orientiert. Denn die beziehungsweise Du bist so einzigartig, dass Schnappatmung mitunter vorkommt, durchaus angebracht ist. Aber nur temporär.

Kennst oder machst Du den Unterschied zwischen Impuls und Intuition? Impuls ist extern, Intuition kommt von innen. Ein Impuls sorgt für Zukunft, Intuition beruht auf Erfahrungen. Dieses bewusste Switchen zwischen dem Innen und Außen, dem Gestern und Morgen… Ja, das kann alles ziemlichb herausfordernd sein. Insbesondere dann, wenn Du wie gebannt im Dazwischen festhängst.

Gut, wenn jemand diese Zustände einordnen, Dich auf die für Dich richtige Fährte bringen kann. Kennst Du so jemanden?

Wenn Du diesen 🪢 Gordischen Knoten zerschlagen möchtest oder musst, weil es Dein Seelenheil oder Geschäft verlangen, dann biste bei mir richtig. Oft genug halte ich es wie ein Dachs: mutig und ohne Furcht.

Und jetzt die Buchempfehlung zum Thema „Selbstwirksamkeit“.

„Wie Sie Herausforderungen aus eigener Kraft bestehen“, so steht es im Untertitel des im Haufe Verlag erschienenen Taschenguides „Selbstwirksamkeit aufbauen“ von Ingrid Barouti. Seit Langem begleitet mich das Thema und hier ist eine Rezension mit meiner digitalen Perspektive.

Du möchtest lieber schauen? Dann gibt’s hier das dazugehörige Video bei YouTube:

Wissen weitergeben als Ur-Bedürfnis.

Gut, zunächst gilt es ja, sich Wissen anzueignen. Wir kommen nackt und hilfsbedürftig auf die Welt, so viel ist klar. In der Kindheit erlernen und adaptieren wir Verhaltensweisen aus dem direkten Umfeld, in der Erziehung. Was wir auch lernen: Verhalten hat eine Wirkung. Wir bewirken.

Später, wenn unser Erfahrungsschatz gefüllt ist, werden wir ganz automatisch zu Beratern. Automatisch? Ja, dann, wenn Berufs- und Lebenserfahrung einen Level erreicht hat, der es ermöglicht

  • Routinen zu entwickeln.
  • Prozesse zu identifizieren.
  • Wissen zu adaptieren und zu übertragen.

Da ich hier nicht nur eine Rezension schreiben möchte, sondern die Anwendbarkeit von Selbstwirksamkeit mit einem digitalen Aspekt versehe, ist der letzte Punkt der Aufzählung für mich der entscheidende.

Meine Supervisorin, die in mir nachhaltig sehr viel bewirkt hat, gab mir einen wichtigen Spruch mit auf dem Weg:

„Wenn Du nicht kommunizierst, was Du möchtest, wirst Du nicht das bekommen, was Du willst.“

So entsteht Wirksamkeit. Und damit Selbstwirksamkeit. „Reden ist eines der stärksten Selbstwirksamkeits-Werkzeuge“, so fasst Ingrid Barouti es im Taschenguide treffend zusammen, und „sprechenden Menschen kann geholfen werden.“

Erfolgsfaktoren für Selbstwirksamkeit

Erfolgserlebnisse tragen dazu bei und unterstützen das eigene Wachstum. Viele Menschen nehmen eigene Meilensteine, Erfolge, erreichte Ziele als selbstverständlich hin – und spielen diese nicht selten herunter. Ich nehme mich da übrigens nicht aus. Genau das ist falsch!

Wir brauchen Herausforderungen, um zu wachsen, um zu bestehen, um zu wachsen, um zu lernen. Um Erfolge haben zu können. In einer digitalisierten Welt allemal.

Ein fein formulierter und pointierter Abschnitt im Taschenguide ist „Die Macht der inneren Bilder“. Ingrid Barouti bringt es auf den Punkt, wie viele Bilder wir in uns tragen:

  1. Selbstbilder
  2. Fremdbilder
  3. Feindbilder
  4. Weltbilder
  5. Wunschbilder
  6. Leitbilder
  7. Vorbilder
  8. Trugbilder

Die Liste lässt sich fortsetzen. Dabei sind für uns passende Vorbilder oder Werte sind ebenso unerlässlich. Die Frage nach meinem Vorbild kann ich weiterhin nicht beantworten. Was mir jedoch sehr leicht fällt, sind inspirierende Menschen und deren Geschichten beziehungsweise Verhalten und Kommunikationsfähigkeit, die mich anspornen.

Denn: Ein Vorbild in Gänze gibt es für mich nicht. Ich identifiziere Teile einer Persönlichkeit oder besondere Taten. Womit wir schon beim nächsten Erfolgsfaktor sind:

Ermutigung und Inspiration von anderen. Auch dieses Bedürfnis, das uns gut zugesprochen wird und wir Hilfe in Anspruch nehmen können, sehe ich in Social Media gut aufgehoben. Wir tauschen uns aus in Gruppen bei Facebook, im Chat, im Webinar, in der Sprechstunde. Genau das ist so wichtig.

Aus meiner Sicht ist ein (Systemischer) Coach, der wirkliches Interesse am Gegenüber und den Rahmenbedingungen (System!) hat und Hilfestellung leistet, ein guter Berater und Begleiter.

Dieses gute Gefühl, dass wir dann bei der Entscheidung, bei der Präsenz und im (digitalen und analogen) Auftritt, weil wir Unterstützung erfahren haben, ist aus meiner Warte der Casus knacktus. Vielzu häufig bleibt dies auf der Strecke.

Warum das gute Gefühl in Social Media auf der Strecke bleibt.

Nun, häufig bekomme ich in meiner Coachings und Beratungen gesagt: „Es ist im Netz doch schon alles gesagt, ich muss meinen Senf nicht auch noch dazu geben.“ Falsch. Hier liegt eine Wertung und/oder Vorannahme zugrunde. Das verunsichert, weil es eben noch einen sozialen Druck zum Ausdruck bringt: Vergleicheritis.

Und die vielerorts vorgegaukelte 🌍heile Welt in Social Media offenbart in der Regel nur Ergebnisse und nicht den Weg hin zu diesen Ergebnissen.

Bei jedem und jeder von uns gehören Tiefs dazu, denn ohne sie kann es ein Hoch einfach nicht geben. Wir Coaches reden ja auch im Privaten nur noch von Herausforderungen und Challenges. Das Wort Problem wird einfach ausgeblendet. Beratersprech.

Für mich hat dieser Euphemismus auch etwas Gutes. Es zeigt die Richtung. Und zwar: nach vorne!

Wie mit Selbstwirksamkeit das gute Gefühl zurückkehrt…

Der Realismus-Check hilft Dir weiter. 🎯 Smarte Ziele sind das Gebot der Stunde. Ich arbeite mit der Walt-Disney-Methode (Vision, Kritik, Realismus – google das) und weiß daher genau, was ich kann und wie ich das in welchen Zwischenschritten erreichen kann.

Das gute Gefühl kehrt zurück. Versprochen. Wenn Du denn diesen Meilenstein auch gebührend feierst und danach eine Pause einlegst.

…und Du die Frage nach dem Sinn beantwortest.

Selbswirksamkeit aufbauen, das beschreibt Ingrid Barouti im Taschenguide (Haufe Verlag)Zentrale Aussage des Buches ist für mich die Stimmigkeit des Tuns. Womit ich hier wieder auf den Aspekt der Präsenz in Social Media zurückkommen möchte.

Punkt 1: Ich muss verstehen.

Punkt 2: Ich kann etwas tun.

Punkt 3: Ich sehe einen Sinn darin.

Fazit

Diese kausale Kette möchte ich als Lerneffekt beschreiben. Setze Dich mit Deinen Stärken auseinander. Dazu gehört, dass Du andere (be-)fragst, was Dich auszeichnet.

Schlau Dich auf und probiere Dich aus: Formuliere Ziele und triff Entscheidungen. Die Abkürzung ist nicht immer der beste Weg. Abseits eingetretener Pfade warten häufig besondere Erkenntnisse.

So sieht das aus: Erlaube Dir vermeintliche Fehler. Lasse Unperfektion zu. Das macht Dich im Netz sympathisch und authentisch.

Deine eigenen Kriterien, Maßstäbe und Bewertungen bestimmst nur Du. Du ganz allein. Und wenn Du dies verinnerlicht hast, dann spielt auch Vergleicheritis keine Rolle mehr. Darüber finde ich es auch im Sinne des Buches GUT, wenn Du es zulässt,

„(…) unperfekt oder unvollkommen wirksam zu sein, [denn das] stärkt den Menschen mehr, als ewig perfekt zu zögern, zu schweigen, zu überlegen und abzuwägen.“ (Ingrid Barouti)

Wer bist Du? Was treibt Dich an? Was (und wie) zeigst Du (Dich) in Social Media? Lerne Dich und Deine Grundbedürfnisse noch näher kennen – und wie Du sie geschickt für Dich und Dein Publikum in Social Media einsetzt, kurz: Wie Du Deine Selbstwirksamkeit in Social Media erfährst Du mit dem Social Media 🥑 Kern.

In diesem Sinne: Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
Dein Christoph Ziegler
Social Media – Vision. Mission. Kreation.

P.S. Dieser Artikel ist überarbeitet – im Original erschien er auf meinem Blog im September 2020 unter der Überschrift „Selbstwirksamkeit – eine Social Media Rezension“.

(Photocredits: Haufe Verlag, sjhuls via depositphotos)

About the Author

J. Christoph Ziegler ist Social Media Stratege und der Kopf bei kumulus ® – besonnen, auf Augenhöhe und immer wohlwollend kritisch. Sein Credo? Offline-Business online beleben! Hier im kumulus-Blog liefert er Impulse zum Start in Social Media und gibt zwischendurch kurze und knackige Tipps für soziale Netzwerke und eine gelungene Kommunikation.

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